– Englische Gartenkunst in Höchstform –

Zum Glück wurden die Lost Gardens of Heligan Anfang der 90er Jahre aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt und wir können sie heute wieder in ihrer vollen Pracht bewundern. Bereits Ende des 19. Jahrunderts war das ehemalige Familienanwesen einer der bedeutensten Gärten Englands. Durch einige unglückliche Umstände und den einsetzenden ersten Weltkrieg wurden die Gartenanlagen nach und nach vernachlässigt bis sie schließlich vollständig uberwucherten. Die Romantik dieser bewegenden Geschichte können wir heute dank zahlreicher Jahre der Restaurierung, die Anfang der 90er Jahre nach einer Wiederentdeckung der Gärten begann, genießen. Auf der Roseland Halbinsel in der Nähe der Städte St. Austell und Mevagissey vergnügen sich nun an jedem Tag Jung und Alt, Touristen und Einheimische in den Lost Gardens of Heligan. Das riesige Gelände kann man an einem Tag kaum ganz entdecken. Für einen guten ersten Eindruck sollte man mindestens 4 Stunden einplanen und sich am besten direkt an der Kasse mit einer Karte ausstatten, da man sich leicht verlaufen kann.

Blick auf die Baumkronen in den Lost Gardens of HeliganDie Loste Gardens of Heligan haben unglaublich viel zu bieten und sind eine wirkliche Sehenswürdigkeit im Cornwall-Urlaub. Die einzelnen Teile des Gartens könnten unterschiedlicher kaum sein und fügen sich trotzdem wie von Zauberhand zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Das Wäldchen lädt zum Spazieren und Klettern ein. Hier haben vor allem Kinder ihren Spaß auf den vielen Holzkontruktionen zum Balancieren oder im Labyrinth. Im Dschungel vergisst man zwischen den vielfältigen tropischen Pflanzen, Bananenbäumen und der langen Hängebrücke beinahe, dass man in Cornwall ist. Rings um das Steward’s House gibt es Tiergehege, die mit Pferden, Schafen und Co. fühlt man sich wie auf einem Bauernhof, während in den verschiedenenn Themen zugeordneten Gärten die englische Gartenbaukunst in ihrer Höchstform präsentiert wird. Wir haben die Blütenpracht im Flower Garden genauso bewundert wie die liebevoll herangezogenen kleinen Ananaspflanzen.

Die Mud Maid, eine bewachsene Skulptur aus Schlamm, in den Lost Gardens of HeliganUnsere Route durch das Gelände hat in gemütlichem Tempo etwa 5 Stunden gedauert. Vom Eingang aus startet ihr vorbei an einigen der Wahrzeichen Heligans, dem Giant’s Head und der Mud Maid auf dem Woodland Walk. Hier gibt es unterwegs für Kinder viele Gelegenheiten zum Klettern und Spielen. An der Kreuzung der Grey Lady begebt ihr euch in Richtung Dschungel, wo ihr auf keinen Fall den Gang über die lange Hängebrücke verpassen solltet. Wenn das geschafft ist, haltet ihr euch links, umrundet den großen Teich auf der rechten Seite und gelangt zum Steward’s House. Hier könnt ihr eine gemütliche Mittagspause einlegen, etnweder mit Snacks und Getränken aus dem Café oder bei leckeren Häppchen auf der Picknickwiese (Decken gibt es vor Ort). Anschließend gelangt ihr vorbei an den Tiergehegen in die traumhaft schönen Gärten. Lasst euch dort am besten einfach ein wenig umher treiben, um die besondere Atmosphäre des Ortes genießen zu können. Nach einigen Runden gelangt ihr zum Ausgang.

Adresse: Pentewan, St.Austell, PL26 6EN

Eintritt: Für Erwachsene kostet der Eintritt in die Loste Gardens of Heligan 14,50  Pfund, für Kinder zwischen 5 und 17 Jahren 6,50 Pfund. Ein Familientarif bietet den Eintritt für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder für 37,50 Pfund an. Senioren zahlen 12,50 Pfund.

Öffnungszeiten: von April bis September täglich von 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass 16.30 Uhr), von Oktober bis März täglich von 10 bis 17 Uhr (letzter Einlass 15.30 Uhr)

Mehr Informationen zu den Lost Gardens of Heligan findet ihr hier: www.heligan.com

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